Simon Verhoeven – Talentpatenschaft

Fußball und Kino haben vieles gemeinsam. Sie sind beide Teil einer großen und immer größer werdenden Unterhaltungsmaschinerie. Sie stehen damit im Mittelpunkt des Publikumsinteresses. Das hat sein Gutes, baut jedoch auch großen Druck auf, mit dem Spieler lernen müssen, umzugehen. Fußball und Kino haben aber auch gemeinsam, dass sie ihren Hauptakteuren, egal ob vor oder hinter der Kamera, enorm viel Spaß machen. So auch mir, der ich Zeit meines Lebens mit großer Leidenschaft und Freude ausgeübt habe bzw. noch ausübe. Zugegeben, ich gehe nicht mehr regelmäßig ins Training zum TSV 1860, wie ich es immerhin bis zur A-Jugend als Spieler der „Blauen“ tat.

Ich habe die Fußballschuhe irgendwann mit dem Filmset getauscht. Dort war ich zuerst auch gern der „Spieler“, also Schau-Spieler, bevor ich mich mehr für den „Trainerjob“ hinter der Kamera entschied. Ich hatte dabei das Glück, dass die Dinge einfach mehr oder weniger genauso passierten, wie es für mich nicht besser hätte sein können. Das wünschen sich, glaube ich, alle Eltern für ihre Kinder.

Mit der Patenschaft für die FSG verbinde ich also nicht nur sehr viel Persönliches, sondern den Wunsch und, weil mir das Trainerteam seit Jahren bestens vertraut ist, das Wissen, dass hier Talente bestmöglich gefördert werden. Was mir als Vater und Mensch ganz wichtig ist: Sie werden nicht aus ihrem vertrauten Vereinsumfeld herausgerissen, sondern ergänzend trainiert, gefordert und gefördert. Denn der ganze Hype eines Vereinswechsels zu einem der zwei, drei „großen“ Münchner Clubs – muss das sein? Und vor allem so früh? Bringt das immer was? Wird das den Kindern (und Eltern!) nicht schnell alles zu viel?

Wer als Eltern gewissermaßen nicht gleich „all in“ gehen will, wer aber trotzdem seinem Kind schon früh eine fußballerisch Top-Ergänzung und Entwicklungsmöglichkeit geben will, der ist im Talentpatenschaftsprogramm der Fussballschule Grünwald  von Kai Oswald genau richtig. Das hoffe ich nicht nur, das weiß ich. Deswegen übernehme ich gerne diese Talentpatenschaft.

Simon Verhoeven